Zeltlager 1998 am Wisseler See

oder auch "Extreme Heringe mit Akkuschrauber in den Boden-Bohring"

Das Jahr 1998 war eine weiters Highlight in der Zeltlager-Geschichte der Jungschützen St. Evermarus Borth...

Irgendwie kamen wir auf die Idee unser Lager mal an den Wisseler See zu verlegen. Vielleicht wegen der Abwechslung, vielleicht wegen der Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, vielleicht aber auch nur aus einer völligen Schnapsidee heraus. Und genau als eine solche stellte sich diese Aktion im nachhinein heraus. Dieses Lager war die absolute Katastrophe. Aber die Jungschützen wären nicht die Jungschützen, wenn wir nicht das Bestmögliche daraus gemacht hätten.

Als wir vor Ort waren, um uns den Platz im voraus schonmal anzusehen und auch gleich zu buchen, sah alles ganz toll aus. In einiger Entfernung zum normalen Campingplatz mit Dauer- und Kurzzeitcampern war ein separater Jugendzeltplatz vorhanden. Sanitäre Anlagen, Strom, Wasser - alles was der Mensch braucht, wenn es nicht in die totale Wildnis gehen soll. Der Weg zum See des Campingplatzes war auch erträglich weit und somit buchten wir den Platz.

Allerdings erklärte man uns am Tage unserer Anreise, daß man den Jugendplatz zwar wie geplant an diesem Wochenende frei hätte, aber der Platz erst ab einer Personenzahl von ca. 1.000 Personen geöffnet würde. Die Lagerleitung kam sich leicht vera****t vom Personal vor, aber was sollten wir machen. Schließlich standen wir mit einer ganzen Meute von Camping-Kid´s vor den Toren des Platzes und hatte nicht die Möglichkeit zu sagen: "Danke, dann fahren wir eben wieder". Also in den sauren Apfel beißen und die zugewiesene Pazelle beziehen...

Unser Lager mit Rezeption im Hintergrund

Das Lager und die Dauercamper im Hintergrund

Was kann es Schöneres geben, als mit einer Jugendgruppen mitten zwischen Dauercampern und direkt an der Rezeption zu campen???

Interessant wurde es dann am Abend, als wir uns erstmal mit leckeren Sachen vom Grill gestärkt hatten und zum gemütlichen Teil übergegangen waren. Und was wäre der gemütliche Teil eines Abends im Zeltlager ohne ein Lagerfeuer???

Aber was sollte man tun, denn offenes Feuer war eindeutig auf dem Platz verboten. Aber unser allwissender Lagerleiter wusste Rat. Denn eigentlich konnte ja niemand etwas dagegen haben, wenn man nach dem Grillen die restlichen Kohlen im Grill ausglühen läßt. Und das zufällig einige Holzstücke auf den Grillen gefällen waren, hatten wir natürlich nicht bemerkt.



Herr des Grills: Alex

André bereit den Grill zum ausglühen vor...

Nunja, aber diese Theorie hatten wir aufgestellt, ohne vorher zu wissen, daß es auf dem Platz einen Nachtwächter mit Schäferhund (Weight-Watcher wie wir ihn tauften) gab. Aber kein Problem, das Holz war kaum warm geworden, erfuhren wir von seiner Existenz auf dem Platz. Jegliche Diskussion war zwecklos. Der "Grill" musste gelöscht werden...

Und vielleicht hätten wir etwas weniger versuchen sollen, den Mann mit Argumenten zu beschwatzen, denn er schien von nun an etwas schlechter auf uns zu sprechen zu sein. Naja - wenn schon kein Lagerfeuer, dann wenigstens eine Petroliumlampe in die Mitte gestellt - im Kreis drum herum gesetzt und einige Lieder gesungen - so dachten wir uns. Wir versammelten uns also um unsere Ersatz-Lagerfeuer-Lampe und begannen mit einem gemütlichen "Lampen-"Abend bis irgendwann wieder der Weight-Watcher mit seinem "Dackel" auf einen kleinen Besuch bei uns vorbeikam. Unglaublich liebenswürdig wurden wir darauf hingewiesen, daß seit ca. fünf Minuten auf dem Platz die Nachtruhe herrschen würde und wir gefälligst Zeltlautstärke halten sollen. Dazu erstens: Was ist Zeltlautstärke??? Und 2. "Was erwartet die Leitung eines Campingplatzes, wenn Sie eine Jugendgruppe aufnimmt???" Naja, auf jeden Fall versuchten wir das Beste aus der Situation zu machen und gaben uns alle Mühe dann nicht doch noch vor dem geplanten Abreisetag vom Platz zu fliegen...

Die einen endeckten ihr Faible für die Holzbearbeitung und andere versuchten sich im erteilen von Tanzstunden...

Das wird ein Nußknacker - oder so...

Eins, Zwei, Tepp...

Wieder andere filmten irgendwelche Dinge während Marcus und Björn herauszufinden versuchten, wie Laut den wohl Zeltlautstärke sein könnte...

Isch will Kameramann werden

God gave Rock`n´Roll to you

Aber das Lagerleben ging weiter und so kümmerten sich Käthe und Steffi um das Essen und die Anderen kümmerten sich darum, daß es nicht schlecht wurde...

Käthe beim Kochen

Essen fassen !!!

Es wurden Tanzaufführungen und Rollenspiele für einen "Bunten Abend" geprobt und in "Zeltlautstärke" auch aufgeführt...

Vorbereitung - Bunter Abend

gemütliche (ruhige) Runde


Kolle & Schetkad

Kolle & Schetkad 2

Hier noch einige Schnappschüsse von dem trotzallem eigentlich recht lustigen Lagers...

Total geschafft...

Lagerleben

Abreise - wir packen einen Anhänger

Dirk begrüßt den Weight-Watcher

Text: Heiko Schilder